Pädagogisch-Praktische Studien Sekundarstufe Allgemeinbildung

Pädagogisch-Praktischen Studien - ein Kernstück des Lehramtsstudiums
n den Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) befinden Sie sich auf der "Theorie-Praxis-Brücke" des Studiums. Sie studieren an der Hochschule bzw. Universität und erproben Unterricht in der Schule. Die PPS eröffnen Ihnen Lehr- und Lernräume in Ihrem künftigen Berufsfeld und fokussieren auf die Entwicklung Ihres persönlichen professionellen pädagogischen Handelns.
Sie besuchen Praktika an Schulen und vor- und nachbereitende Begleitlehrveranstaltungen der Bildungswissenschaften und der Fachdidaktik an der Hochschule oder Universität.
Ihr Lernprozess im Rahmen der PPS umfasst die betreute Planung und Vorbereitung von Unterricht, eine durch Beobachtung und Erprobung begleitete Unterrichtspraxis und theoriegeleitete Reflexion. An der Schule werden Sie von erfahrenen Praxislehrpersonen betreut und an der Hochschule reflektieren Sie ihre persönlichen Praxiserfahrungen mit den Hochschullehrenden.
Die PPS werden vom gemeinsamen Zentrum für Pädagogisch-Praktische Studien Graz (ZePPS) der PH Steiermark und der Universität Graz angeboten. Das ZePPS konzipiert, organisiert und evaluiert alle PPS im Rahmen des gemeinsam eingerichteten Lehramtsstudiums des Entwicklungsverbundes Süd-Ost in der Steiermark.
PPS im Bachelorstudium
Als Studierende*r des Bachelorstudiums Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung besuchen Sie im Rahmen der PPS Praktika an Schulen und Begleitlehrveranstaltungen der Fachdidaktiken (FD) und der Bildungswissenschaftlichen Grundlagen (BWG) an der Hochschule oder Universität. Die Begleitlehrveranstaltungen der Fachdidaktiken besuchen Sie pro Fach bzw. Spezialisierung, jene der Bildungswissenschaftlichen Grundlagen nur einmal, entweder zu Fach A oder zu Fach B bzw. Spezialisierung ihrer Fächerkombination.
PPS im Bachelor Lehramt (Curriculum 26W):
Die Praktika im Rahmen der Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) werden vom Zentrum für Pädagogisch-Praktische Studien (ZePPS) organisiert – einer Kooperationseinrichtung der Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Steiermark. Innerhalb dieser Kooperation ist die Pädagogischen Hochschule Steiermark für die Organisation der PPS in den Schultypen MS und BMHS zuständig.
Die Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) umfassen mehrere über das gesamte Studium verteilte Praktika, die durch Begleitlehrveranstaltungen aus der Fachdidaktik des Unterrichtsfachs bzw. der Spezialisierung und der bildungswissenschaftlichen Grundlagen abgerundet werden.
Die Praktika der Pädagogisch-Praktischen Studien definieren sich als Gesamtheit einer betreuten Vorbereitung und Planung von Unterricht, einer begleiteten Lehrpraxis an der Schule und einer Reflexion auf der Basis einer forschenden Grundhaltung. Damit wird eine grundlegende Orientierung des Studiums an den beruflichen Anforderungen in der Schule erreicht.
Ausgenommen sind die Praktika in folgenden Unterrichtsfächern:
Vertiefende Katholische Religionspädagogik (Curriculum 24W) bzw.
Katholische Religion mit Fokus Primarstufe (Curriculum 26W) (organisiert von der PPH Augustinum),
Musikerziehung (Curriculum 24) bzw. “Musik” (Curriculum 26W) und
Instrumentalmusikerziehung (Curriculum 24W) bzw. Instrumentalmusik und Gesang (Curriculum 26W) (organisiert von der Kunstuniversität Graz) sowie
Bewegung und Sport (Curriculum 24) (organisiert vom Institut für Bewegungswissenschaften, Sport und Gesundheit an der Uni Graz).
Diese werden von den jeweils zuständigen Bildungseinrichtungen bzw. Instituten eigenständig organisiert.
Das Orientierungspraktikum wird fachunabhängig an einer Mittelschule (MS) absolviert und durch die Begleitlehrveranstaltung aus den BWG „Begleitlehrveranstaltung zum Orientierungspraktikum“ ergänzt.
Neben 90 ECTS Studienleistung (40 ECTS für Erweiterungsstudien) sind das Orientierungspraktikum sowie die Begleitlehrveranstaltung verpflichtende Voraussetzungen für die Anmeldung zu den Fach‑ bzw. Spezialisierungspraktika des Bachelorstudiums.
Nach dem Orientierungspraktikum folgt je Unterrichtsfach- bzw. Spezialisierung das “PPS Bachelor” inkl. fachdidaktischer Begleitung im Zuge des Praxissemesters im 5. Semester.
Das geblockte “PPS Bachelor” kann an den Schultypen MS und AHS Unterstufe* absolviert werden.
Während des Praktikums werden die Studierenden von qualifizierten Praxislehrpersonen begleitet und betreut.
Parallel zum Praktikum sind Begleitlehrveranstaltungen aus der Fachdidaktik zu absolvieren. Diese dienen der theoretischen Vertiefung und unterstützen die Verbindung von Praxis und wissenschaftlicher Reflexion.
Die Praktika und Begleitlehrveranstaltungen ermöglichen praktische Erfahrungen im Unterrichten und Schulleben der Sekundarstufe (Schwerpunkt Sek I*), von angeleiteter bis selbstständiger Unterrichtsplanung, -durchführung, -analyse und -reflexion unter Berücksichtigung gesellschaftlicher und bildungspolitischer Rahmenbedingungen (z. B. Diversität, sprachliche Bildung, digitale Medien/KI, Lehr-Lernforschung, Klassenführung, pädagogische Diagnostik). Zudem fördern sie Kompetenzen in Leistungsfeststellung/-beurteilung, mehrperspektivischer Beobachtung von Unterricht und Schulorganisation sowie im Formulieren konstruktiven Feedbacks.
*Ausgenommen in den Unterrichtsfächern “Darstellende Geometrie”, “Ethik” sowie “Psychologie und Philosophie”: Dort finden die Praktika an der AHS Oberstufe bzw. BMHS statt.
Die Praktika im Rahmen der Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) werden durch Begleitlehrveranstaltungen ergänzt, in denen Sie theoretische Grundlagen aus den bildungswissenschaftlichen Grundlagen und der Fachdidaktik erwerben.
Dabei erhalten Sie Unterstützung bei der Planung Ihres Unterrichts und Raum für gemeinsame Reflexion – so können Sie Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbinden.
Die Begleitlehrveranstaltungen sind parallel zu den jeweiligen Praktika zu absolvieren.
PPS im Bachelor Lehramt (Curriculum 24W)
Insgesamt besuchen Sie während ihres achtsemestrigen Bachelorstudiums acht Praktika, ein Orientierungspraktikum, sechs Fach- bzw. Spezialisierungspraktika (je 3 pro Fach bzw. Spezialisierung) und ein Forschungspraktikum.
Das Orientierungspraktikum findet an einer Mittelschule, die Fachpraktika an einer AHS/BMHS und/oder MS statt.
Orientierungspraktikum: Theorie und Praxis des Unterrichts
Fachpraktikum PPS 1 (Fach A und B): Einführung in die pädagogische Forschung; Fachdidaktisches Begleitseminar zu PPS 1
Fachpraktikum PPS 2 (Fach A und B): Diversität und Inklusion; Fachdidaktisches Begleitseminar zu PPS 2
Fachpraktikum PPS 3 (Fach A und B): Pädagogische Diagnostik, Förderung und Leistungsbeurteilung; Fachdidaktisches Begleitseminar zu PPS 3
Forschungspraktikum: Qualitätssicherung und Evaluation
PPS im Masterstudium
PPS im Master Lehramt (Curriculum 26W)
Die Fach‑ bzw. Spezialisierungspraktika im Masterstudium ("PPS Master") inkl. fachdidaktischer Begleitung vermitteln Kompetenzen zur Gestaltung innovativen und differenzierten Unterrichts, mit einem Fokus auf die Sekundarstufe II*.
Im Zuge der Praktika des Masterstudiums lernen Studierende, gesellschaftlich relevante Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, soziale Gerechtigkeit und Demokratieverständnis fächerübergreifend in ihren Unterricht zu integrieren und interdisziplinäres Denken zu fördern. Sie erwerben die Fähigkeit, Unterricht differenziert an heterogene Lernvoraussetzungen anzupassen und setzen dabei gezielt Inklusions- sowie Scaffolding-Strategien ein.
Zur Förderung von Problemlösefähigkeit, kritischem Denken und fächerübergreifenden Kompetenzen entwickeln sie passende Aufgabenformate und nutzen zur Gestaltung individueller sowie kollaborativer Lernprozesse formative und summative Assessmentmethoden, digitale Medien (orientiert an der Theory of Multimedia Learning) sowie konstruktives Feedback von Ausbildungslehrpersonen, Hochschullehrenden und Kolleg:innen. Durch evidenzbasierte Reflexion analysieren und entwickeln sie ihre Unterrichtspraxis wissenschaftlich fundiert weiter und stärken so ihre professionelle Haltung im Bewusstsein ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.
*Ausgenommen im Unterrichtsfach “Ernährung, Gesundheit und Konsum” sowie in der Spezialisierung “Inklusive Pädagogik”: Dort finden die Praktika an der MS bzw. AHS Unterstufe statt.
Die Praktika im Rahmen der PPS werden durch Begleitlehrveranstaltungen ergänzt, in denen Sie theoretische Grundlagen aus den bildungswissenschaftlichen Grundlagen und der Fachdidaktik erwerben.
Dabei erhalten Sie Unterstützung bei der Planung Ihres Unterrichts und Raum für gemeinsame Reflexion – so können Sie Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbinden.
Die Begleitlehrveranstaltungen sind parallel zu den jeweiligen Praktika zu absolvieren.
PPS im Master Lehramt (Curriculum 24W)
Die Pädagogisch-Praktischen Studien im Masterstudium Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung umfassen insgesamt 30 ECTS.
Als Studierende*r absolvieren Sie 3–4 Wochen geblockte Fachpraktika und ein allgemein-pädagogisches Praktikum im schulisch/außerschulischen Bereich.
Die Fachpraktika finden an einer AHS, BMHS oder MS statt, das Pädagogische Praktikum in einer Einrichtung der Erziehung, Bildung und Beratung. Dies sind z. B. Jugendzentren, das Jugendamt oder eine Service- und Beratungsstelle für Schülerinnen und Schüler u. a. m.
Zur weiteren Professionalisierung besuchen Sie in den PPS des Masterstudiums auch die beiden Lehrveranstaltungen „Sprachliche Bildung im Kontext von Mehrsprachigkeit“ und „Digitale Kompetenz“.
Insgesamt absolvieren Sie während Ihres Masterstudiums drei Praktika, je eines im Unterrichtsfach A und B und das Pädagogische Praktikum im schulisch/außerschulischen Bereich.
Pro Fachpraktikum belegen Sie die verpflichtende Begleitlehrveranstaltung der jeweiligen Fachdidaktik, für das Pädagogische Praktikum ein Reflexionsseminar nach Anerkennung dieses Praktikums.

